Am 8. Juli 2010 fand in der Universität Augsburg der erste Agile Day statt, zu dem ich als Referent eingeladen war.
Nach einer allgemeinen Einführung wurde zunächst Scrum vorgestellt, wobei der Praxis ein sehr großer Stellenwert eingeräumt wurde: Die ungefähr 20 Teilnehmer erhielten auf diese Art die Gelegenheit, diverse Schritte selbst durchzuführen.
Mir persönlich fällt bei Scrum immer wieder auf, dass die Schere zwischen Theorie und Praxis extrem auseinanderklafft: Einerseits hat man Scrum durchaus in fünf Minuten auf einer Serviette erklärt. Andererseits stößt man während der praktischen Umsetzung auf dermaßen viele Probleme, dass man gut beraten ist, jemanden mit Scrum-Erfahrung in verfügbarer Nähe zu haben.
Im Anschluss an diese sehr dynamische und interaktive – und auch sehr gut gemachte – Einführung in Scrum habe ich in meiner Session einen kurzen Überblick zu Unittests im Allgemeinen und Test-Driven Development (TDD) im Speziellen gegeben.
Auch ich habe neben der Theorie großen Wert auf die Praxis gelegt, weshalb ich den Teilnehmern in einer Art Dojo die Aufgabe gestellt habe, die Kata FizzBuzz zu lösen – auch wenn wir dies in der gegebenen Zeit nicht geschafft haben, war der Lerneffekt im Hinblick auf TDD meines Erachtens sehr groß.
Zum Abschluss des Agile Days wurde eine sogenannte Extreme Hour angeboten, in der eine vorgegebene Aufgabe mit den Praktiken von Extreme Programming (XP) erledigt werden sollte – inklusive kurzer Iterationen und ähnlichem.
Durch das große Interesse, die vielen Fragen und die ungewöhnlich hohe Bereitschaft der Teilnehmer, aktiv mitzumachen, war nicht nur die Extreme Hour, sondern auch der gesamte Agile Day ein großer Erfolg, der – nicht nur mir – sehr viel Spaß gemacht hat.
Der nächste Agile Day wird am 29. Oktober 2010 stattfinden.