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PDC 2008: Die Zukunft von Windows und .NET

Sonntag, 26. Oktober 2008, 21:31 Uhr
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Morgen beginnt mit der Professional Developers Conference 2008 die größte hauseigene Konferenz von Microsoft, auf der vor allem die Zukunft von Windows, .NET und den damit verbundenen Diensten vorgestellt wird. Außer einigen vagen Informationen zu Windows 7 und .NET 4.0 ist im Vorfeld noch nichts wirklich relevantes bekannt geworden.

Zum Auftakt hat Microsoft vorgestern ein neues Logo für .NET vorgestellt, das die Aspekte Konsistenz, Stabilität und Benutzerfreundlichkeit von .NET unterstreichen soll, und zudem die Nähe zu den neuen Kerntechnologien Silverlight und Surface ausdrücken soll:

LogoDotNet

Prinzipiell ist an der Tatsache, dass Microsoft ein neues Logo für .NET vorstellt, nichts all zu ungewöhnliches zu finden – auch wenn die Anzahl der entsprechenden Blogeinträge in den vergangenen zwei Tagen anderes impliziert. Aus diesem Grund werde ich im Weiteren nicht näher auf die Tatsache eingehen, dass es ein neues Logo gibt, sondern mich mit der Frage beschäftigen, was dieses neue Logo symbolisieren könnte.

Denn, um ehrlich zu sein, all zu viel Nähe zu den Begriffen Konsistenz, Stabilität und Benutzerfreundlichkeit kann zumindest ich in dem neuen Logo nicht entdecken. Auch die Erklärung, dass es einer Welle ähneln soll, halte ich für nicht ausreichend – denn welchen Bezug hat .NET zu einer Welle?

Auffällig finde ich, dass das Logo einer DNS-Doppelhelix ähnelt, wenn man es um 90° zur Seite neigt – auch wenn dies außer mir anscheinend noch niemandem aufgefallen ist. Angenommen, diese Ähnlichkeit wäre beabsichtigt, welche Aussage über .NET könnte dann in diesem Logo stecken?

Verschafft man sich einen Überblick über die diversen Technologien von Microsoft der vergangenen Jahre, so fällt auf, dass es schon einmal eine Technologie mit Bezug zur DNS gab: Windows DNA, laut Wikipedia ein Überbegriff für alle Technologien, durch welche die Interaktion von Windows mit dem Internet ermöglicht wird.

Interessant ist dabei nicht nur, dass laut Wikipedia ebendiese Technologie von .NET abgelöst wurde, was auch den Ursprung des Namens von .NET erklärt, sondern insbesondere auch, dass die von Microsoft nun verfolgte Strategie viel tiefere Wurzeln haben könnte, als zunächst denkbar wäre.

Als .NET vor sechs Jahren in der ersten Version veröffentlicht wurde, wurde für einige Zeit vermutet, dass .NET zum einen der Nachfolger der klassischen Win32-API sei, und dass Microsoft zum anderen sämtliche Anwendungen nach und nach auf .NET migrieren würde. Weder das eine noch das andere ist bislang eingetreten, und daran wird auch Windows 7 nichts ändern.

Neben Windows 7 wird jedoch auf der PDC noch ein zweites Windows eine ausgesprochen wichtige Rolle spielen: Windows Cloud, das von Steve Ballmer als Betriebssystem für das Internet angekündigt wurde. Auch wenn derzeit noch niemand weiß, was genau sich hinter Windows Cloud verbirgt, so steht fest, dass es die Basis für die serverseitige Zukunft von Microsoft im Web werden wird.

Windows Cloud wiederum wird auf einer Weiterentwicklung von .NET basieren, zudem steht mit Silverlight nun eine auf .NET basierende Technologie für das Frontend im Web zur Verfügung. Windows Cloud und Silverlight stellen damit die Basis für Microsofts Erfolg im Internet dar, oder – pathetisch gesprochen – sie bilden die Grundbausteine des digitalen Lebens, eben die DNS, womit sich der Kreis zu guter letzt schließt.

Insgesamt würde das bedeuten, dass Microsoft im Hintergrund bereits viel länger an einer entsprechenden technologischen Basis für die Zukunft im Internet arbeitet, als die Live-Dienste erahnen ließen. Wenn dem so ist, dürfte das Ergebnis dementsprechend schlagkräftig ausfallen …

Wohlgemerkt, all dies ist reine Spekulation meinerseits, aber dennoch halte ich diese Überlegungen für durchaus interessant und nicht von der Hand zu weisen. Warten wir die nächsten Tage der PDC ab, vermutlich wird sich dann zeigen, welches Ziel sich Microsoft für die Zukunft gesteckt hat.

Basta! 2008: Warum Microsoft den Kampf im Web gewinnen wird

Dienstag, 23. September 2008, 22:08 Uhr
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Nachdem ich gestern bereits einen Workshop auf der Basta! 2008 veranstalten konnte, habe ich heute Abend noch eine Session mit dem zugegebenermaßen ein wenig provokanten Titel Warum Microsoft den Kampf im Web gewinnen wird gehalten.

Das Thema der Session war, warum Microsoft all seinen Konkurrenten im Web 2.0 wie beispielsweise Google, Adobe oder Sun zum Trotz dennoch gute Chancen hat, mit Silverlight ausgesprochen erfolgreich zu sein.

Was mich besonders gefreut hat, war, dass meine These von den Teilnehmern nicht einfach nur stillschweigend hingenommen wurde, sondern dass sich nach meiner Session noch eine rege Diskussion ergeben hat, in der einige durchaus interessante Aspekte zur Sprache kamen.

Als größtes Problem für Silverlight wurde dabei von allen Teilnehmern eindeutig das derzeitige Deployment gesehen, dass Microsoft Silverlight nämlich nur als optionales Windows-Update anbietet - was von den meisten Endanwendern aber entweder nicht bemerkt oder aus Unwissenheit ignoriert werden dürfte.

Die spannende Frage bleibt, wie Microsoft es erreichen wird, Silverlight eine Verbreitung zukommen zu lassen, die es Entwicklern ermöglicht, im großen Stil auf Silverlight zu setzen. Man darf gespannt sein ...

PS: Die nächste Gelegenheit, mich live zu treffen, besteht auf der diesjährigen AJAX in Action, auf der ich am 29. Oktober 2008 eine Session zum Thema Silverlight 101 halten werde.

Basta! 2008: XAML revisited

Montag, 22. September 2008, 22:27 Uhr
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Die Basta!, ihres Zeichens die größte deutschsprachige Konferenz zu .NET und Visual Studio, öffnete heute zum bereits zwanzigsten Male ihre Pforten. Nachdem ich in den vergangenen Jahren regelmäßig mit Sessions vertreten war, hatte ich heute die Ehre, direkt am ersten Tag einen halbtägigen Workshop zum Thema XAML veranstalten zu können.

Da ich mir bereits im Vorfeld überlegt hatte, dass es auch an einem halben Tag nicht möglich sein würde, alle Steuerelemente und Konzepte von XAML gebührend vorzustellen, habe ich eine andere Taktik gewählt. Anstatt also sämtliche Steuerelemente einzeln vorzustellen, habe ich mich auf die Fragen beschränkt, die in den gängigen Referenzen zu XAML nicht abgedeckt werden.

Als Themen hatte ich insbesondere gewählt:

  • Hard- und Softwarevoraussetzungen für WPF
  • WPF unter XP vs WPF unter Vista
  • WPF vs XAML
  • Der x:-Namensraum
  • Attribute in Elementschreibweise
  • Routed Events und Event Bubbling
  • WPF auf dem Desktop und WPF im Web
  • Visual Studio vs Expression Blend
  • Entwickler vs Designer
  • Prototyping mit XAML
  • Model-View-ViewModel (MVVM)

Auch wenn es ein Experiment war, in einem Workshop über XAML eher den Kontext von XAML zu beleuchten und den Einsatz von XAML zu hinterfragen, hat den Teilnehmern diese Art der Darstellung äußerst gut gefallen - die konkreten Steuerelemente kann man schließlich immer noch dann, wenn man sie eines Tages braucht, in einer geeigneten Referenz nachschlagen.

Empfehlenswert als Nachschlagewerk zu XAML halte ich insbesondere das Buch Windows Presentation Foundation von Dirk Frischalowski. Der in dem Workshop erwähnte XAML-Editor war übrigens kaxaml, ein leichtgewichtiger, kompakter, kostenloser und vor allem schneller Ersatz für Expression Blend, mit dem man sich hervorragend in die Sprache XAML einarbeiten kann.